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„Noch nie so etwas gesehen“: RSL ohne Punktverlust Meister E-Mail

RINGEN RSL ohne Punktverlust Meister / Enttäuschung, dass Nachbar Schönau nur eine Rumpftruppe stellt

(red). Die Meisterschaft und den Aufstieg in die Oberliga hatte das Ringerteam 2000 Sandhofen/Lampertheim bereits vor einigen Wochen perfekt gemacht. Am Samstag endete die Verbandsliga-Saison für den Aufsteiger nun ohne Punktverlust. Im Derby gegen den RSC Schönau gewann das RSL vor über 200 Zuschauern mit 33:4. Der Kampf wird allerdings mit 40:0 gewertet, da Schönau nur mit acht Ringern angetreten war - wovon sieben das vorgeschriebene Gewicht hatten. Aufgrund dieser Tatsache waren die Verantwortlichen des RSL ziemlich verstimmt. „Man hat die Halle voll, und unser Nachbar bringt es nicht fertig, eine halbwegs ordentliche Mannschaft zu stellen. Dies war einem Derby nicht würdig“, so die Verantwortlichen des RSL.

Zum Einmarsch der Mannschaften hob der RSL-Fanclub „Sandhofer Buwe“ einen Banner hoch: „Danke für die geile Saison Jungs! Die RSL ist wieder da - Oberliga wir kommen“. Die beiden Vorsitzenden Klaus Schenk und Marcel Knittel überreichten Trainer Radu Strubert und Mannschaftsführer Jürgen Wagner zu Beginn zwei große Sektflaschen und gratulierten dem Team zur Meisterschaft.

Sportlich lief es dann erst einmal nicht. Sebastian Strubert verschlief den Auftakt komplett. Er fand keine Einstellung zum Gegner und wurde in Runde zwei geschultert. Da Schönau keinen Gegner stellte, wurde Jens Peter kampflos Sieger. Taktisch gut eingestellt zeigte Stefan Zimmermann seinen besten Freistilkampf der Saison. In Runde zwei schulterte er überraschend seinen Kontrahenten. Abu Dzamaldaev besiegte sein Gegenüber mit drei Rundengewinnen. Da keine technischen Wertungen fielen, wurde Dzamaldaev 1:0-Sieger. Einen klasse Greco-Kampf zeigte Christopher Engelmayer, der seinen Gegner in Runde eins schulterte.

Es waren noch nicht alle Zuschauer nach der Pause zurück, als Sascha Knittel seinen Gegner nach elf Sekunden schulterte. Nach gerade einmal 2:22 Minuten wurde Ramasan Baschirov überlegener Punktsieger. Schnell ging es auch wieder bei Robert Karkusov, der seinen Kontrahenten nach 22 Sekunden schulterte. Ebenfalls einen schnellen Schultersieg landete Michael Knittel - er benötigte 18 Sekunden. Florian Fuchs wurde anschließend kampflos Sieger. Nach der nächsten Pause wurde gerade einmal zehn Minuten gerungen. „So etwas habe ich noch nicht gesehen“, sagte Mannschaftsführer Jürgen Wagner. Nach Kampfende wurde von den Zuschauern die Meisterhumba angestimmt und eine lange Feier gestartet. Die Verantwortlichen des RSL waren mit der Saison hochzufrieden. „Auch zuschauermäßig haben wir einen Satz nach vorne gemacht“, so Klaus Schenk.






 
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