RSL 2000 freut sich über bislang nahezu perfekte Saison
RSL 2000 freut sich über bislang nahezu perfekte Saison
Von unserem Mitarbeiter Markus Elser (www.morgenweb.de)
Lampertheim. Ungleicher hätten die Voraussetzungen für das Lokalderby in der Oberliga Nordbaden zwischen der Ringervereinigung Sandhofen/Lampertheim (RSL 2000) und dem ASV Ladenburg nicht sein können: auf der einen Seite der seit sieben Kampftagen ungeschlagene Tabellenführer, auf der anderen die Gäste aus Ladenburg, die mit 2:12 Punkten aktuell den vorletzten Platz belegen.
Auf dem Papier war die Favoritenrolle klar vergeben. Daran ließen die Gastgeber aus Sandhofen/Lampertheim an diesem Abend vor 150 Zuschauern in der Lampertheimer Altrheinhalle keinen Zweifel aufkommen - 30:8 lautete das Endergebnis. Damit machte die RSL gleichzeitig die Halbzeit-Meisterschaft perfekt. "Mit dem Auftritt meiner Mannschaft bin ich zufrieden, und die Halbzeit-Meisterschaft ist eine tolle Sache. Aber man darf nicht vergessen, dass der ASV nicht in Bestbesetzung angetreten ist, sonst wäre es wahrscheinlich weniger deutlich geworden", sagte RSL-Trainer Stephan Sardarjan und sprach die Verletztenmisere bei den Ladenburgern an, die vor der Saison noch zu den Top-Favoriten gezählt hatten.
ASV setzt auf Rückrunde
Gefasst zeigten sich die ASV-Verantwortlichen: "Es war zu erwarten, dass es so ausgeht", sagte Co-Trainer Martin Ott. Chefcoach Michael Böh ergänzte: "Wir sind momentan vom Pech verfolgt. Fünf verletzte Leistungsträger sind einfach nicht zu ersetzen." Trotz der verletzungs- und berufsbedingten Ausfälle hat Böh keine Zweifel, den Klassenerhalt zu schaffen, die Qualität in der Mannschaft sei vorhanden. "Der Abstieg ist überhaupt kein Thema. In der Rückrunde greifen wir an!"
Tristesse bei den einen, Freude über eine bisher nahezu perfekte Saison bei den anderen: "Stephan Sardarjan macht hier einen sehr guten Job. Wir haben durch systematische Arbeit unsere Schwächen im Bodenkampf abgestellt, wollen bis zum Saisonende die Spannung aufrechterhalten und weiter oben dabei bleiben - wenn am Ende der Aufstieg steht, nehmen wir diesen gerne mit", sagte der Vorsitzende des RSL, Klaus Schenk. Die Gründe für den Erfolg der Ringergemeinschaft liegen für ihn auf der Hand: systematische Arbeit, ein stimmiges Mannschaftsgefüge und junge Ringer, die fast alle aus der eigenen Jugend kommen.
"Bei uns stimmt die Homogenität", sagte Ludwig Strubel, der zweite Vorsitzende, "außerdem hatten wir bisher keine Ausfälle. Ich hoffe, dass sich Florian Fuchs heute nicht schwer verletzt hat, das wäre fatal." Der Neuzugang vom ASV Pirmasens hatte sich im Kampf gegen Stanislaw Surdyka an der Schulter verletzt und wurde minutenlang auf der Matte behandelt. Es war der Wermutstropfen an einem gelungenen Kampfabend. In den kommenden Wochen stehen für die RSL richtungsweisende Duelle in Berghausen, Malsch und Kirrlach an. "Danach wird man sehen, wohin die Reise geht", so Schenk gespannt.