Ringen-Regionalliga: Knappe 17:18-Niederlage gegen Hofstetten / 0:8-Bürde ist zu schwer
Vom 06.11.2007
red. LAMPERTHEIM Schnuppern durften die Ringer des RSL 2000 Sandhofen/Lampertheim an einem Sieg in der Regionalliga Südwest, doch am Ende gab es doch wieder eine Niederlage. Aber knapp war´s: Mit einem 17:18 endete der Heimkampf gegen den KSV Hofstetten.
Erstmals wurde es so richtig spannend in der Altrheinhalle in Lampertheim, und die wenigen noch verbliebenen RSL- Fans sorgten zusammen mit den Gästen für Stimmung in der Halle. Aufgrund der kämpferischen Einstellung hätte die Heimmannschaft wenigstens ein Unentschieden verdient gehabt, doch es hat nicht sollen sein.
Es ist aber auch eine schwere Bürde, einen Kampf mit einem 0:8-Rückstand beginnen zu müssen, denn die beiden Löcher in der 55- und der 60-kg-Klasse können aktuell nicht gestopft werden. Im Schwergewicht machte Alexander Hoffmann seine Sache gegen Thomas Summ gut. Der in dieser Leistungsklasse noch unerfahrene Hoffmann gab jeweils nur eine Wertung ab, für ihn war es das maximal Mögliche. Artur Rimmer konnte wenigstens hier gegen den starken Fabian Hofer, mit dem schon Stephan Sardarjan Schwierigkeiten hatte, einen Ausgleich schaffen. Rimmer bot in der 96-kg-Klasse eine souveräne Leistung, mit einem 4:0 in der ersten und einem 3:0 und 2:0 in den folgenden Runden.
Nemtschenkos Heimdebüt
Erstmals auf heimischer Matte präsentierte sich Oleg Nemtschenko in der Klasse bis 66 kg im griechisch-römischen Stil. Er ließ Stefan Müller keine Chance und demonstrierte seine besonderen Qualitäten am Boden. Sein 17:0-Erfolg ließ das Konto des RSL-Teams weiter anwachsen. Dies war notwendig, da sich Fritz Glück mit dem Routinier Stephan Krämer nicht zurechtfand. Glück konnte die Niederlage wenigstens noch in Grenzen halten (1:9), so kam Krämer nur zu einem 3:0-Erfolg. Bis an seine Leistungsgrenzen ging Michael Knittel im Freistilkampf bis 66 kg gegen Christian Schwendemann. Im Vorkampf hatte sich der RSL-Ringer noch geschlagen geben müssen, doch diesmal konnte er den Spieß umdrehen. Knapp mit 1:0 endete die erste Runde, in Durchgang zwei gab es einen beruhigenden 3:0-Vorsprung, ehe es in der dritten Runde noch mal sehr eng wurde: Schwendemann ging mit 1:0 in Führung, doch Knittel konnte zum 1:1 kontern und siegte mit der letzten Wertung.
Der Gegner von Stephan Sardarjan war danach im Kampf bis 84 kg der 17-jährige Markus Neumaier. Die erste Runde konnte der RSL-Ringer noch vorzeitig mit 7:1 beenden. Im zweiten Abschnitt reichte ein 5:0, und mit dem 3:1 in der dritten Runde schaffte es Sardarjan, vier Zähler für sein Team zum 14:14-Gleichstand zu holen. Die beiden 74-kg-Kämpfe mussten nun die Entscheidung bringen. Allerdings hatte Marcel Knittel mit Michael Volk einen der stärksten Ringer des KSV Hofstetten zum Gegner. Nach dem 0:5 in der ersten Kampfrunde sah alles nach einer frühen Entscheidung aus, doch Knittel hielt dagegen. Runde zwei endete mit 0:3, und in Durchgang drei hatte der RSL-Ringer fast die Chance, noch einen Punkt zu ergattern; jedoch blieb es mit der letzten Wertung für Volk beim 1:1. Für den Mannschaftssieg musste nun ein überhöhter Sieg her. Sascha Knittel begann gegen den jungen Axel Neumaier auch recht hoffnungsvoll, denn mit 4:0 endete Runde eins. Eine Unachtsamkeit in Runde zwei brachte Neumaier den Ausgleich. Knittel versuchte in den letzten beiden Runden alles, doch der Hofstettener hatte sich besser eingestellt und ließ nur zwei Siege mit 4:3 Punkten und 4:1 Punkten zu.
Das RSL II hatte zuvor gegen den ASV Eppelheim 17:23 verloren, sich aber wacker geschlagen. Jeweils Viererwertungen erkämpften Jens Peter, Waldemar Flat, Sascha Münkel und Robert Karkusov. Einen weiteren Punkt steuerte Ümit Kahyaoglu bei.