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Strubert führt das RSL an die Spitze der Verbandsliga E-Mail


Trainer Radu Strubert hat das Team aus Lampertheim und Sandhofen an die Spitze der Verbandsliga geführt / Zuschauerzahlen steigen





Acht Kämpfe, acht Siege, 16:0 Punkte, Tabellenplatz eins - die Zahlen der Ringer des RSL 2000 Lampertheim/Sandhofen lesen sich eindrucksvoll. Die Verbandsliga führen die heimischen Athleten damit an, die Herbstmeisterschaft konnte das RSL bereits vorzeitig für sich verbuchen. Nach dem freiwilligen Rückzug aus der Regionalliga zwei Klassen tiefer in die Verbandsliga läuft es wieder rund bei den Lampertheimer und Sanhofener Kämpfern. Die aktuelle Liga soll aber nicht mehr als eine Durchgangsstation sein.

In der Regionalliga hatte das RSL, das sich aus dem RSC Eiche Sandhofen und dem ASV 04 Lampertheim zusammensetzt, regelmäßig „den Arsch verhauen bekommen“, wie der Zweite Vorsitzende Ludwig Strubel sagt. In der Verbandsliga startete man nun einen Neuanfang. Und dafür haben die Lampertheimer und Sandhofener offenbar genau den richtigen Mann an Land gezogen: Trainer Radu Strubert brachte sofort frischen Wind in den leicht eingestaubten RSL-Trainingsbetrieb, entwickelt die Mannschaft seither kontinuierlich weiter, die es ihrem Trainer wiederum mit Leistungssteigerungen dankt.

„Mit Radu haben wir ein glückliches Händchen gehabt“, sagt Ludwig Strubel über die Neuverpflichtung aus Philippsburg, wo Strubert zusammen mit seiner Frau ein Haus bewohnt. Strubert ist in Lampertheim längst kein Unbekannter - zumindest unter den älteren Ringsportexperten -, denn zu Bundesliga-Zeiten schnürte er die Ringerschuhe für den ASV Lampertheim.

Eine langjährige Freundschaft verbindet Strubert und Strubel. Der Vize-Vereinsvorsitzende lag Strubert „seit zwei Jahren“ in den Ohren, seinen alten Weggefährten nach Lampertheim zu lotsen. „Ich habe ihm gesagt, dass er für uns genau der richtige Mann ist, um unsere eigenen Kämpfer weiterzuentwickeln. Irgendwann war er dann überzeugt, auch wenn es 60 Kilometer zum Training sind“, so Strubel. Mit Andi und Sebastian Strubert fanden auch die beiden Söhne Struberts den Weg von der RKG Reilingen-Hockenheim zum RSL 2000. Für den erst 16-jährigen Sebastian ist die Verbandsliga eine enorme Herausforderung, doch kann er sich in einer solchen Klasse sehr gut entwickeln. Sein älterer Bruder Andi verletzte sich jedoch gleich am zweiten Kampftag. Seitdem trägt er vier Drähte in der Hand und wird in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. „Wenn Andi noch ringen würde, dann hätten wir in der Verbandsliga keinen Gegner“, ist sich Ludwig Strubel sicher. Doch auch so überzeugt das RSL 2000 von Woche zu Woche mit meist souveränen Auftritten. Dass bei jedem Kampf „sieben bis acht Eigengewächse“ (Strubel) in der RSL-Formation stehen, ist eine gute Sache. Die Zuschauer danken es dem RSL mit sehr guten Besucherzahlen. In Sandhofen saßen zuletzt 110 Ringsportfans an der Matte, in Lampertheim knackte das RSL sogar die 150er-Marke. „Dass wir jetzt wieder Erfolg haben, auch wenn es zwei Klassen tiefer als in der Regionalliga ist, macht sich bemerkbar“, sagt Strubel zufrieden.

Über die Saison hinaus sieht der Vize-Vorsitzende das Team aber in der Oberliga angesiedelt: „Dort passen wir mit unserem Kader gut hin.“ Lediglich im Schwergewicht hapert es noch. Hier muss im Falle des Aufstiegs nachgebessert werden. Dass es eine Etage weiter nach oben geht, daran zweifelt eigentlich kaum jemand im RSL-Lager. Radu Strubert sorgt dafür, dass alle am Boden bleiben und sich aufs Wesentliche konzentrieren. Am Samstag ist das RSL zum Derby in Mannheim-Schönau zu Gast. Dort ist der neunte Saisonsieg fest eingeplant.



 
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