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Vor den Trümmern einer Saison E-Mail
Vor den Trümmern einer Saison

Ringen: RSL 2000 hat mit der Regionalliga abgeschlossen / Zu viele Ausfälle

Vom 25.10.2007

LAMPERTHEIM/SANDHOFEN Die Vorrunde in der Regionalliga ist bei den Ringern noch nicht beendet - doch das RSL 2000 hat mit der Saison längst abgeschlossen. In Lampertheim und Sandhofen laufen bereits die Planungen für die neue Runde. In der Oberliga sollen die Zuschauer endlich wieder Siege sehen.
Von

Philipp Sémon

Der Hoffnung auf Besserung ist längst bittere Resignation gewichen. Im Vorfeld des ersten Kampfes dieser Saison ließ der zweite Vorsitzende, Ludwig Strubel, noch verlauten, dass sich keine Leistungsträger verletzen dürften. "Wer großes Verletzungspech hat, kann dies fast nicht ausgleichen", hieß es damals. Doch genau dies ist dem Ringerteam nun zum Verhängnis geworden. Verletzte, die schmerzlich vermisst werden, Leistungsträger, die man getrost durch eine leblose Kampfattrappe ersetzen könnte. Das RSL steht nach acht Kämpfen und ebenso vielen Niederlagen vor den Trümmern einer Saison.

"So hat das keinen Sinn mehr. In unserer jetzigen Situation ist es sicher besser, wenn wir in der Oberliga antreten", sagt Strubel. Schon im letzten Jahr wurde der sportliche Abstieg erst am grünen Tisch vermieden, doch eine Besserung der Situation war in dieser Saison zu keinem Zeitpunkt erkennbar. Hoffnungsträger Oliver Spanjol wird wohl gar nicht mehr für das RSL auf die Matte steigen, im Training verletzte er sich am Bein, drei Wochen Gips sind die Konsequenz. "Danach muss er erst wieder einige Wochen trainieren, und erst dann kann er kämpfen. Für die letzten Duelle brauchen wir ihn auch nicht mehr", so Strubel. Dann ist nämlich auch nicht mehr zu retten, was schon längst verspielt wurde.

Spätestens im jüngsten Kampf gegen Ehningen mussten auch die letzten Optimisten ihre Hoffnungen begraben. Beide Klubs waren bis dato sieglos - nach dem Duell kann Sandhofen/Lampertheim diesen zweifelhaften Nimbus für sich alleine behaupten. "So wie es aussieht, steigen ohnehin zwei Mannschaften ab", erklärt Strubel. Auch ein Erfolg in diesem Kampf hätte dem hoffnungslosen Unterfangen Klassenerhalt wohl nur kurz Schwung verliehen. "Zwei Verletzte, so etwas können wir einfach nicht auffangen."

Neben dem für die Rückrunde nun abkömmlichen Spanjol musste das RSL auch schon auf die Dienste von Artem Jonin und Walter Varaksin verzichten. Doch auch der übrig gebliebene Rest enttäuschte zumeist auf ganzer Linie. Michael Namm steht nach seinen vielen Niederlagen derart neben der Kappe, dass von ihm in diesem Jahr kaum noch Siege zu erwarten sind. Mit dem 55 kg-Mann wird wohl auch in der Oberliga nicht mehr geplant. Anatoly Moosmann kämpft in der schwersten Gewichtsklasse (120 kg) derzeit allenfalls auf Bewährung. "Vielleicht müssen wir ein paar Ältere aussortieren. Wir müssen uns jetzt neu positionieren und brauchen dazu vielleicht einige neue, junge und leistungswillige Kämpfer", so Strubel.

Der Abschied aus der Regionalliga ist also beschlossene Sache - allerdings soll er nach den vielen Enttäuschungen dieser Wochen ordentlich ablaufen. Strubel: "Wir wollen uns gut aus der Affäre ziehen. Die Zuschauer haben sich zwar auch schon damit abgefunden, aber wir dürfen uns nicht abschlachten lassen." In der Oberliga hat Strubel vor, eine schlagkräftige Truppe aufzubieten, deren Leistungsstärke im Optimalfall mit der des jetzigen Kaders vergleichbar ist. Mit dem tristen Jetzt will sich der zweite Vorsitzende indes nicht aufhalten. "In der Oberliga wollen wir möglichst oben mitmischen." Dabei wäre es alleine schon mal wieder schön, einen Sieg zu feiern - ob das aber noch in der Regionalliga klappt, erscheint fraglich.

 
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